Syntax

ln [Optionen] Quelle [Ziel]

ln [Optionen] Quelle … Zielverzeichnis

Beschreibung

Jede Datei wird bei ihrer Erzeugung mit ihrem Namen in ein Verzeichnis eingetragen. Dieser Eintrag enthält außerdem einen Verweis auf eine Inode, in der die Zugriffsrechte auf die Datei, der Dateityp und gegebenenfalls die Nummern der belegten Datenblöcke eingetragen sind.

Mit dem ln Kommando wird ein neuer Eintrag in einem Verzeichnis angelegt, der auf die Inode einer existierenden Datei zeigt. Diese Art Link wird als Hardlink bezeichnet. Weil die Zugriffsrechte auf die Datei in der Inode bestimmt werden, sind die Zugriffsrechte auf alle Links einer Datei gleich.

Hardlinks können nur auf dem Datenträger angelegt werden, auf dem sich die Datei (und damit die Inode) selbst befindet. Um Links über die Dateisystemgrenzen hinweg anlegen zu können, bietet Linux die Möglichkeit symbolischer Links. In diesen Links ist der absolute Pfad gespeichert, auf dem die gelinkte Datei gefunden werden kann. Ein Zugriff auf diese Datei wird dann vom Betriebssystem automatisch auf die gelinkte Datei umgelenkt.

Ist das letzte Argument des Aufrufs ein existierendes Verzeichnis, so werden alle als Quelle aufgelisteten Dateien mit entsprechenden Namen im Zielverzeichnis verbunden. Wird nur eine einzige Quelle benannt, so wird ein Link unter diesem Namen im aktuellen Verzeichnis angelegt. Normalerweise löscht ln keine existierenden Dateien. Es werden standardmäßig ,,hardlinks“ angelegt. Links auf Verzeichnisse oder auf Dateien in anderen Dateisystemen können nur mit symbolischen Links realisiert werden.

Gelegentlich verändert sich das Verhalten eines Programms, wenn es durch einen Link unter einem anderen Namen aufgerufen wird. (Das funktioniert natürlich nur, wenn diese Änderung im Programm vorgesehen ist.)

Optionen

-b sichert Dateien, anstatt sie zu löschen (mit Option -f)

-d ermöglicht Hardlinks auf Verzeichnisse

-f löscht bestehende Dateien

-i fragt vor dem Löschen nach Bestätigung -s macht symbolische Links anstelle von harten -v gibt die Dateinamen auf den Bildschirm

-S Endung setzt die Endung für die Sicherung von Dateien auf Endung. Standardwert ist ~. Die Endung kann auch mit der Umgebungsvariablen SIMPLE_BACKUP_SUFFIX bestimmt werden. Die Option -S hat Vorrang vor der Umgebungsvariablen.

-V {numbered, existing, simple} bestimmt die Art der Sicherungskopien. Die Art der Sicherung kann auch mit der Umgebungsvariablen VERSION_CONTROL bestimmt werden. Die Option -V hat auch hier die höhere Priorität. Die Optionen bedeuten hierbei: numbered macht immer nummerierte Backups existing macht nummerierte Backups nur für bereits nummerierte Dateien simple macht immer nur einfache Backups

Siehe Auch

das LunetIX Linuxhandbuch

Autor

Mike Parker und David MacKenzie