Nach einer bestimmten Zeit meldet Linux beim Booten immer

  maximum mountcount reached, check forced

danach erfolgt eine langwierige Dateisystemüberprüfung. Kann man diesen Wert hochsetzen, um nicht so oft beim Booten warten zu müssen?

Man kann! Jedes EXT2-Dateisystem enthält intern einen Zähler, der bei jedem Mount-Vorgang um eins hochgezählt wird. Nach einer bestimmten Anzahl Mountvorgänge wird beim Systemstart eine Dateisystemüberprüfung erzwungen. Dieser Wert steht auch direkt auf dem Dateisystem und kann dort verändert werden.

Dazu existiert ein kleines Programm namens tune2fs, das alle möglichen Parameter eines EXT2 Dateisystems verändern kann. Aber vorsicht! Niemals sollte mit diesem Programm eine Partition bearbeitet werden, die Read-Write gemountet ist!

Um den Wert des maximalen Mountzählers hochzusetzen wird eine Partition also zunächst einmal abgehängt. Erst dann wird das Programm aufgerufen. Notfalls (etwa bei der Wurzelpartition) kann auch die Partition Read-Only gemountet werden, um diesen Vorgang vorzunehmen. Also nehmen wir an, die zu bearbeitende Partition heisst /dev/hda5. Das Abhängen dieser Partition geschieht mit dem Befehl:

  umount /dev/hda5

Wollen Sie diese Partition aber nur Read-Only mounten, so können Sie das mit dem Befehl

  mount -o remount,ro /dev/hda5

erreichen. Wenn die Partition jetzt also nicht mehr beschreibbar gemountet ist oder ganz abgehängt wurde (besser), dann geben Sie den folgenden Befehl ein:

  tune2fs -c Max-Wert /dev/hda5

Jetzt wird erst nach Max-Wert Mountvorgängen eine Überprüfung erzwungen. Standardmäßig liegt der Wert des „maximum mount count“ auf 20. Es ist nicht ratsam, ihn zu hoch zu setzen, persönlich benutze ich nie Werte über 72.

Seien Sie gewarnt. Sie modifizieren ein Dateisystem!