Diese Datei ist die zentrale Userdatenbank aller Unix-Systeme. Der Name rührt daher, dass früher hier auch die verschlüsselten Passwörter beinhaltet waren, das hat sich heute geändert. Diese Datei muß für alle Welt lesbar sein, denn jedesmal, wenn ein Unix-System die Zuordnung zwischen UID und Username vornehmen soll (etwa beim Anzeigen des Inhaltsverzeichnisses) muß sie eingelesen werden.

Die Datei /etc/passwd ist, wie fast alle Unix-Konfigurationsdateien, eine einfache Textdatei. Jede Zeile repräsentiert einen Usereintrag und besteht aus verschiedenen Feldern, die jeweils durch einen Doppelpunkt getrennt sind.

Die Bedeutung der einzelnen Felder ist einfach, im Folgenden werden sie genauer erklärt:

Username: Passwort: UserID: GroupID: Beschreibung: Homeverzeichnis: Startshell

Username

Der Username, mit dem sich der User einloggen kann.

Passwort

Hier stand früher das verschlüsselte Passwort. In heutigen Unix-Systemen steht hier jeweils nur ein x, das signalisiert, dass das Passwort in einer anderen Datei (/etc/shadow) gespeichert ist.

UserID

Die numerische UserID, eine 16 Bit Ganzzahl, die den User eindeutig identifiziert. Der Systemverwalter root hat hier immer die Null, alle anderen sind beliebig wählbar.

GroupID

Die Identifikation der voreingestellten Gruppe, in der der User Mitglied ist. Jeder User muß mindestens in einer Gruppe Mitglied sein, die GroupID, die hier angegeben ist, ist die Gruppe, der eine Datei gehört, die der User neu anlegt.

Beschreibung

Eine genauere Beschreibung des Users, die aus mehreren Worten bestehen darf. Meist enthält sie den echten Vor- und Zunamen. Beliebig wählbar.

Home-Verzeichnis D

ieses Feld enthält die Angabe, welches Verzeichnis das Heimatverzeichnis des Users ist. Das ist das Verzeichnis, in dem jede Sitzung beginnt.

Startshell

Das Programm, das als Kommandointerpreter geladen werden soll, wenn sich der User eingeloggt hat. Meist ist es eine sogenannte Shell, es kann aber auch jedes beliebige Anwendungsprogramm sein.