Bewertung 1


Die Kandidaten sollten in der Lage sein, Pakete aufzubauen. Dieses Prüfungsziel beinhaltet den Aufbau oder Wiederaufbau sowohl von RPM, als auch von DEB Paketen.

Schlüsseldateien, Begriffe und Hilfsmittel beinhalten:

  • rpm
  • SPEC-Dateiformat
  • /debian/rules

In der LPI Level 1 Prüfung lag ein Schwerpunkt auf der Bedienung der Paketverwaltungssoftware sowohl von RedHat-basierten Distributionen, als auch von Debian. In der Level 2 Prüfung geht es jetzt um das Wissen, wie solche Pakete erstellt werden.

Das Erstellen von Paketen beinhaltet wesentlich mehr, als nur das Zusammenstellen von Dateien und das anschließende packen dieser Dateien zu einem Paket. So war es früher, als ausschließlich tar-Archive zur Paketverwaltung herangezogen wurden. Moderne Paketformate wie deb und rpm verwalten neben den eigentlichen Dateien auch noch Datenbanken, die beschreiben, was wohin installiert wurde (notwendig für die Deinstallation) und Abhängigkeiten, die beschreiben, was noch alles installiert sein muß, damit dieses Paket überhaupt laufen kann.

Daneben können solche Pakete noch viererlei Scripts beinhalten, die jeweils vor und nach der Installation bzw. Deinstallation abgearbeitet werden. Damit ist es möglich z.B. Veränderungen an Systemdateien vorzunehmen, die nötig sind, damit das Programm laufen kann. Wenn wir z.B. ein Paket haben, das einen neuen Netzwerkdienst installiert, so ist es notwendig einen entsprechenden Eintrag in /etc/services vorzunehmen, sofern er noch nicht vorhanden ist.

Sowohl RedHat, als auch Debian basierte Paketverwaltungssoftware ist also weit mehr, als nur eine neue Form der Archivierung oder ein Ersatz für tar. In beiden Fällen geht es um die Verwaltung sowohl von Source-, als auch von Binärpaketen.

Ich habe für beide Formate ein jeweiliges Step-by-Step HOWTO geschrieben, das den Umfang einer Seite sprengen würde.

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