Nameserver dienen dazu, die numerischen IP-Adressen des TCP/IP-Netzwerkes in symbolische Namen aufzulösen und umgekehrt. Der prinzipielle Aufbau des Netzes in Domains, die ihren Namenspool selbst verwalten, hat zur Folge, dass auch in mittleren lokalen Netzen und in kleinen Netzen mit eigener Internetanbindung ein selbst betriebener Nameserver heute eine Selbstverständlichkeit ist. Nur mit ihm bekommen wir die wirkliche Flexibilität des Netzes, können eigene Subdomains aufbauen und bestimmen, wer etwa Mailserver im Netz sein soll.

Unter Unix arbeitet traditionell der Berkley Internet Name Daemon (BIND) als Nameserver. Dieser Server wird ständig weiterentwickelt, die aktuelle Version ist zur Zeit 9.0. Wir werden aber mit der am weitesten verbreiteten Version 8.0 arbeiten, weil sie stabil und sicher läuft und im Internet heute einen Quasi-Standard darstelt.

Nameserver sind – wenn sie einmal eingerichtet sind – unverzichtbarer Bestandteil des Netzes. Aus diesem Grund werden sie grundsätzlich als Stand-Alone Dienst gestartet. In der Regel betreibt jede Domain mindestens zwei Nameserver, einen Haupt- und mehrere Backupserver. Denn ein ausfallender Nameserver ist heute gleichbedeutend mit dem Nichtfunktionieren des gesamten Netzes.