Syntax

e2fsck [ -pacnyrdfvstFSV ] [ -b Superblock ] [ -l | -L Bad_Block_Datei ] [ -C Dateidescriptor ] [ -j Externes_Journal] Gerätedatei

Beschreibung

e2fsck wird benutzt, um ein Linux Second Extended Dateisystem auf Fehler zu überprüfen. E2fsck unterstützt auch ext2 Dateisysteme, die ein Journal beinhalten, die auch manchmal als ext3 Dateisysteme bezeichnet werden.

Gerätedatei ist das entsprechende special file (z.B. /dev/hdXX).

Optionen

-a
Diese Option entspricht der -p Option und ist nur aus Gründen der Rückwärtskompatibilität enthalten.
-b Superblock
Statt des normalen Superblocks wird der angegebene Block als Superblock benutzt. Diese Option wird normalerweise benutzt, wenn der Orginal-Superblock beschädigt ist. Die Blocknummer des Backup-Superblocks ist abhängig von der verwendeten Blockgröße. Dateisysteme mit einer Blockgröße von 1024 Byte haben auf Block 8193 einen zweiten Superblock, für Dateisysteme mit 2048 Byte Blöcken liegt er auf Block 16384 und Dateisysteme mit 4096 Byte Blockgröße haben ihn auf Block 32768.Zusätzliche Backup-Superblocks können herausgefunden werden, indem das mke2fs(8) Programm mit der -n Option aufgerufen wird. Dabei muß die Blockgröße mit -b angegeben werden, die das zu überprüfende Dateisystem aufweist.

Wenn ein alternativer Superblock angegeben wurde und das Dateisystem nicht READONLY geöffnet wurde, sorgt e2fsck dafür, daß der primäre Superblock beim Beenden des Programms aktualisiert wird.

-B Blockgröße
Normalerweise wird e2fsck den Superblock durchsuchen, um die tatsächliche Blockgröße herauszufinden. Mit dieser Option kann e2fsck dazu gezwungen werden, eine bestimmte Blockgröße anzunehmen, falls die Suche nach der Blockgröße fehlschlägt. Stimmt die Blockgröße nicht, so bricht das Programm mit einer Fehlermeldung (fatal error) ab.
-c
Diese Option bringt e2fsck dazu, das Programm badblocks(8) aufzurufen um fehlerhafte Blöcke zu finden und sie danach in der BadBlock Inode zu speichern.
-C Dateidescriptor
Diese Option bringt e2fsck dazu, Informationen über den Stand der Arbeit in den angegebenen Dateidescriptor zu schreiben, so daß der Fortschritt der Arbeit beobachtet werden kann. Diese Option wird typischerweise von Programmen benutzt, die e2fsck aufrufen. Wenn der Dateidescriptor 0 ist, so zeigt e2fsck eine Progress-Bar. Das erfordert aber ein graphikfähiges Terminal.
-d
Gibt Debuginformationen aus. Nutzlos außer sie debuggen e2fsck.
-f
Erzwingt die Überprüfung, auch wenn das Dateisystem sauber erscheint.
-F
Die Geräte-Puffer Caches des Dateisystems werden geleert, bevor die Überprüfung beginnt. Nur wirklich nützlich, um die Geschwindigkeit von e2fsck zu messen.
-j Externes_Journal
Setzt den Pfadnamen wo das externe Journal für das Dateisystem gefunden werden kann.
-l Bad_Block_Datei
Nimmt die in der angegebenen Datei aufgelisteten Blöcke in die Liste der fehlerhaften Blöcke auf. Das Format der Datei entspricht der Ausgabe des badblocks(8) Programms.
-L Bad_Block_Datei
Setzt die in der angegebenen Datei aufgelisteten Blöcke als Liste der fehlerhaften Blöcke. Diese Option gleicht der Option -l außer daß hier die bisher bestehende Liste der fehlerhaften Blöcke gelöscht wird.
-n
Öffnet das Dateisystem ReadOnly und antwortet auf alle Fragen mit n (nein). Erlaubt es e2fsck nicht interaktiv zu benutzen. Beachten Sie, daß wenn eine der Optionen -c, -l oder -L zu dieser Option angegeben wurden, das Dateisystem ReadWrite geöffnet wird, um die Liste der fehlerhaften Blöcke zu aktualisieren. Aber es werden weiter keine anderen Veränderungen am Dateisystem vorgenommen.
-p
Automatische Reparatur (putzen) des Dateisystems ohne jede Frage.
-r
Diese Option tut nichts. Nur aus Gründen der Rückwärtskompatibilität vorhanden.
-s
Diese Option führt einen Byte-Swap durch, so daß das Dateisystem die normale Byte-Reihenfolge (i386 oder little endian) benutzt. Wenn das Dateisystem schon die Standard-Reihenfolge benutzt, wird nichts verändert.
-S
Diese Option führt einen Byte-Swap durch, unabhängig von der aktuellen Byte-Reihenfolge.
-t
Gibt Timing-Statistiken aus. Wenn diese Option doppelt angewendet wird, so wird zusätzliche Timing Information ausgegeben.
-v
Geschwätziger (verbose) Modus.
-V
Ausgabe der Versionsinformation und Exit.
-y
Alle Fragen werden mit y (yes) beantwortet. Ermöglicht eine nicht interaktive Anwendung von e2fsck.

Rückgabewerte

Der Rückgabewert von e2fsck ist eine Summe der folgenden Werte:

0  – Keine Fehler 1  – Dateisystemfehler behoben 2  – Dateisystemfehler behoben, System sollte neu gestartet werden wenn Dateisystem gemountet war. 4  – Dateisystemfehler blieben unbearbeitet. 8  – Operativer Fehler 16  – Syntax-Fehler 128  – Shared Library Fehler

Signale

Die folgenden Signale haben die folgenden Auswirkungen wenn sie an e2fsck gesendet werden:

SIGUSR1
Dieses Signal veranlasst e2fsck dazu, einen Fortschrittsanzeiger darzustellen. (Siehe Beschreibung der -C Option)
SIGUSR2
Dieses Signal veranlasst e2fsck dazu, einen Fortschrittsanzeiger abzuschalten.

Autor

Diese Version von mke2fs wurde von Theodore Ts’o <tytso@mit.edu> geschrieben.

Siehe auch

mke2fs(8), tune2fs(8), dumpe2fs(8), debugfs(8)


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