Syntax

e2image [ -r ] Gerätedatei Image-Datei

Beschreibung

Das e2image Programm sichert kritische Dateisystemdaten eines ext2 Dateisystems in eine Datei. Die Datei kann dann mit dumpe2fs(8) oder debugfs(8) untersucht werden, indem die -i Option dieser Programme benutzt wird. Im Augenblick kann das von einem Experten benutzt werden, um katastrophale Dateisysteme zu reparieren. In der Zukunft soll e2fsck(8) erweitert werden, um dieses Imagefile zur Reparatur eines Dateisystems heranzuziehen.

Wird statt einem Dateinamen ein – angegeben, so schreibt e2image seine Ausgaben auf STDOUT.

Die -r Option erstellt eine unbehandelte (raw) Imagedatei statt einer normalen Imagedatei. Eine solche raw-Imagedatei unterscheidet sich von einer normalen Imagedatei in zwei Punkten. Erstens werden die Dateisystem-Metadaten in der richtigen Position geschrieben, so daß Programme wie dumpe2fs(8), debugfs(8) oder e2fsck(8) direkt mit dieser Datei arbeiten können. Damit der Platzbedarf gering gehalten wird, wird die Imagedatei als Sparse-Datei angelegt. (Kommen Sie nie auf die Idee, diese Datei zu kopieren, komprimieren oder dekomprimieren mit Werkzeugen, die nichts von Sparse-Dateien wissen. Die Datei würde so groß wie das Dateisystem selbst!) Zweitens enthält die Raw-Datei auch indirekte Blöcke und Datenblöcke, die die gegenwärtige Normaldatei nict enthält, auch wenn sich das in der Zukunft ändern könnte.

Es ist eine sehr gute Idee, regelmäßig solche Image-Dateien zu erstellen, genauso wie auch das Partitionslayout gesichert werden sollte. Idealerweise sollte das Image auf einem anderen Dateisystem abgelegt werden, damit im Schadensfall darauf zugegriffen werden kann.

Um Platz zu sparen sichert e2image die Imagedatei als Sparse-Datei ab. Daher sollte die Image-Datei nur mit dem GNU-cp Programm mit der Option –sparse=always kopiert werden.

Die Größe einer Image-Datei hängt primär von der Größe des Dateisystems ab und von der Frage wieviele Inodes in Benutzung sind. Ein typisches Dateisystem mit 10 Gigabyte Größe und 200000 benutzten Inodes würde zu einer etwa 35 Megabyte großen Imagedatei führen. Imagedateien sind gut komprimierbar. Die 32 Megabyte könnten bis zu 3 oder 4 Megabyte komprimiert werden.

Autor

e2image wurde von Theodore Ts’o <tytso@mit.edu> geschrieben.

Verfügbarkeit

e2image ist Teil des e2fsprogs Paketes und ist verfügbar von http://e2fsprogs.sourceforge.net.

Siehe auch

dumpe2fs(8), debugfs(8),


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